Logo Rasch Konstruction

TrimarineII Multihull sail racing
 


<>
Home
 
Aktuelles und Termine

Bildberichte

Technische Daten und Baumaterial

Entwicklung und   Baubericht

Fahrbericht

Segelrevier

Detailfotos

Preise
  
Kontakt

E-mail Me
RC Multihull Segler
TRIMARINE II
1. Darf es etwas schneller sein?
2. Die "M40-Class
3. Vom Entwurf zum Modell
4. Erste Segeleindrücke
5. Ausbaustufen
6. Vertrieb

1. Darf es etwas schneller sein?

Da sitzt man entspannt und bei allerbester Laune am Ufer irgend eines Gewässers. Mit einem Segelboot der 1m-Klasse (OIM) zieht man seine Bahnen. Gelegentlich ein paar Gleichgesinnte und ein evtl. abgesteckter Regattakurs erhöhen das Segelvergnügen. Will hierbei doch jeder der Beteiligten als Erster die Ziellinie überqueren. Wie bei professionellen Wertungsfahrten der IOM- oder M-Klasse, nur eben ohne den Stress der Ranglistenwettkämpfe und Meisterschaftspunkte.
Und plötzlich sind sie da. Jugendliche, Kinder zumeist. Schauen sich das Ganze interessiert an und stellen immer die gleichen Fragen: "Wo ksnn man das kaufen, wieviel kostet das?" und "Geht das nicht schneller?"
Mein (Mono-)Segler isr ein Eigenbau, man kann ihn nicht kaufen. Bei der Frage nach mehr Geschwindigkeit die Formel v = Wurzel aus cwl x 2,43 in Knoten als max. Speed eines Verdrängers ins Gespräch zu bringen, wäre gleichbedeutend mit dem Versuch, meiner Katze dei Funktion eines iPod zu erklären. Hat doch beim Verdränger der Bleikiel neben dem aufrichtenden Moment nicht s an deres im Sinn, als durch sein Gewicht den Bootskörper nach unten zu ziehen. Und mit diesem Dilemma will ich nicht länger leben bzw. werde daran etwas Grundlegendes ändern.

Parallel zum Bootskörper werden an einem provisorischen Ausleger zwei leere Plastikflaschen befestigt. Dies erlaubt die nun erreichbare Geschwindigkeit erst mal nur zu erahnen. Denn bei den ersten Versuchen kippt dieses Provisorium ganz einfach um.

Es muss also ein Mehrrumpfboot her. Mein Besuch auf der Modellbaumesse in Dortmund bringt nicht die gewünschte Information. Recherchen im Internet ergeben, dass sich international (USA, Neuseeland, Frankreich, England u.a.) zwei Klassenvereinigungen gebildet haben: eine 2m-Multihull-Klasse und die "Mini40 Class". Ich beschließe, einen M40-Multihull nach den internationalen Regeln als computergestützte Konstruktion zu entwickeln. Das Projekt erhält den Namen TRIMARINE.

2. Die "M40-Class

Um bei Wettbewerben einheitliche Vorraussetzungen zu schaffen, haben sich internationale Bestimmungen herausgearbeitet. Sie sind dokumentiert in der Bezeichnung: M40-Class". Die Regeln gestatten folgende Abmessungen:

Gesamtlänge:                                                    1,22 m
Gesamtbreite:                                                    1,22 m
Max. Segelfläche:                                               0,90 m²
Segelwinde (Main- und Jibsail) werden
              gemeinsam bedient:                              1
Ruderservo:                                                        1
Por Hull (Rumpf) je 1 elastische Bugspitze,
              Länge min:                                           16 mm
Gewichtslimit:                                                     nicht festgelegt
Material (Hulls und Beams dürfen
              demontierbar sein)                                 nicht festgelegt

3. Vom Entwurf zum Modell

Nun wäre es das einfachste, bereits bestehende Trimaranformen und -risse zu kopieren, nachzubauen. Als besondere Herausforderung betrachte ich aber, aus existierenden Modellen, meiner Erfahrung vom Hochsee-Segeln und im Modellyachtbau einen Trimaran-Typ zu entwickeln, welcher im Rahmen der Mini40-Klassifikation besser, das heißt schneller und leichter ist als das, was es bisher gibt.

Mit Unterstützung eines modernen CAD-Systems ist es mir möglich, im Konstruktionsstadium die verschiedenen Segelsituationen zu simulieren, den Lateralplan, Segeldruckpunkt sowie deren Beziehung zueinander zu bestimmen. Statische und auftretende dynamische Belastungen werden mithilfe von FEM (Finite Element Method) bereits am Bildschirm berücksichtigt, Segelprofile für die verschiedenen Windgeschwindigkeiten ermittelt. Ist dann die ganze Theorie fix & fertig auf dem Papier, beginnt der Abstieg in den Untergrund - die Werkstatt im Keller. Jetzt gilt es, von den Plänen das so genannte Urmodel oder "Master" zu ferigen. Ein Vorgang, welcher neben viel Spachtel, Schleifpapier, Lack und Fingerspitzengefühl vor allem Zeit und Geduld verlangt, denn Fehler im Urmodell werden später bei jeder Abformung des eigentlichen Modells sichtbar.

Die folgenden zwei bis drei Monate seien nur am Rande erwähnt:

1. Erstellung der Negativformen. Es sind deren mit Zwischenstadien vielleicht 20 (zwanzig)! Ein Trimaran besteht nicht nur aus drei Rümpfen und zwei Beams, hinzu kommen Schwert und Schwertkasten, Ruder, Heckmulden, Lukendeckel und -rahmen, Bugfender, Verstärkungsformen etc.

2. Erstellung der Handlaminate für das erste Modell aus den Negativformen, verbinden der Formenhälften, austarieren, einlaminieren von allen zuvor genannten Teilen. Eines schönen Tages schwimmt dann das Ganze. Erst mal ohne Segel als Schlepp in fließendem Wasser. Und erweist sich als zu tief liegend. Will heißen, dass -hauptsächlich der Mittelrumpf - bis weit über die cwl (Konstruktionswasserline) eintaucht. Nachbesserungen, wie etwa Rumpfverbreiterung wüden sich über die Änderung am Urmodell bis zu den Negativformen erstecken und wären doch nur halbe Sache. Ich betrachte deshalb das bisherige Projekt unter dem Namen
TRIMARINE wegen nicht ausreichender Verdrängung als gestorben. Als komplette Neuauflage (nicht Aufguss), diesmal mit ausreichendem Verdrängungsvolumen der Bootskörper - und nun bereits mit einer gewissen Routine- entsteht die heute aktuelle Entwicklungsstufe TRIMARINE II . Alle Teile werden neu konstruiert, berechnet und gefertigt, denn die Außenabmessungen müssen ja unverändert bleiben.

Hulls (Rümpfe) und Beams (Querträger) sind aus GFK (Glasfaserkunststoff) gefertigt, alle hoch belasteten Teile (Mast, Bäume, Schwert, Ruder, Ruderpinne aus CFK (Kohlefaserkunststoff). Hulls und Beams sind mittels Pass-Stiften und Schrauben verbunden und somit demontierbar. Das segelfertige Gesamgewicht incl. Fernsteuerung und Akkus beträgt gerade mal 2.900 Gramm!

Die Konzeption dieses Wettbewerbs-Trimarans wndet sich an den fortgeschrittenen Modellsegler und richtet sich daran aus, in den internationalen Ranglisten ganz vorn moitzumischen. Inwzischen ist dies belegt durch den jeweils 1. Platz der M40 Klassenregatta in Mulhouse/Frankreich 2004 und 2005.

Hierfür isr äußerste Präzision beim Bau der Rümpfe und der Einhaltung enger Fertigungstoleranzen der Beschalteile ein absolutes Muss. Es werden ausschließlich Edelstahlschrauben mit Innensechskant verwendet. Die Takelage betseht aus 19-fach gedrehter Edelstahllitze. Die Siliconspitzen werden aus Gewichtsgründer im Vakuum aufgeschäumt. Für den maximalen Speed gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Segeloptimierung, die hier im Einzelnen nicht alle aufgeführt werden können. Dass dies alles nicht zum Nulltarif zu haben ist, versteht sich von selbst. Handelt es sich doch hierbei um eine Kleinserienfertoigung mit sehr viel zeitaufwendiger Handarbeit und höchstem Qualitätsanspruch.

4. Erste Segeleindrücke

Nach einer zweijährigen Entwicklungszeit von der Idee bis zum segelfertigen Modell soll TRIMARINE II endlich zeigen, was Sache ist. Hierbei ist verständlicherweise eine gewisse Hektik nicht auszuschließen. Für den Stapellauf ist der portugiesische Stausee während der Winterzeit zwar warm. Aber nur halb voll. Eine Handvoll Angler sitzen am abschüssigen Ufer. Werfen terraingreifend ihre Würmer baden. Mein "Wurm" wird nicht geworfen, sonder ganz behutsam im Angelbereich zu Wasser gelassen. Dann will ich eine ruhigere Stelle des Ufers aufsuchen. Der steinige, abfallende Grund und lediglich Badeschlappen an den Füßen lenken ab vom eiegntlichen Segeln und so kommt, was kommen musste: die erste Kenterung! SElbstverständlich mit dem größten Segel! Nun habe ich das zweifelhafte Vergnügen, mit senkrecht nach unten gerichtetem Mast einschließlich Segel eine kleine Ewigkeit am Ufer auszuharren. Um dann letztendlich doch noch baden gehen zu müssen. Bei 2,30 m Masthöhe nach unten hört eben das Treibebn vor dem Wind genau bei dieser Wassertiefe auft. Im Flachwasser läuft dann garnichts mehr. Frust....!

Ein  paar Tage später sind ähnliche Wetterbedingungen. Diesmal mit festem Schuhwerk und nach entsprechendem "Fine Tuning" (Segel- Masttrimm, Ruderjustierung etc.) sind die Voraussetzungen gegeben, die obige Angelegenheit nochmals anzugehen.

Sobald das Boot im Wasser ist, setzt bei halbem Wind ein schier unglaublicher Speed ein. Ohne Ankündigung der bei normalen Einrümpfern bedingten Krängung beschleunigt das Teil praktisch aus dem Stand. Bereitsa ein paar Sekunden später ist die Wende einzuleiten, weil sonst das Geschehen auf dem Wasser wegen der zunehmenden Entfernung nicht mehr genau beobachtet werden kann, Denn Aufmerksamkeit und reaktionsschnelle, feinfühlige Ruder- und Segelkorrekturen sind absolut angesagt!

Den Dreh mit Segelstellung, Ruderführung etc. hat man nach einigen Tagen raus.
TRIMARINE II fliegt Gischt spritzend, teilweise kurzzeitig auf der Kante gleitend übers Wasser. Die Wende vollzieht sich in größerem Bogen und mit viel Schwung. Hartruderlage ist dabei zu vermeiden. Denn so schnell wie ein Multihull beschleunigt, bleibt er bei Wind von vorn unvermittelt stehen und "Trampelt" dann rückwärts.

Lässt man
TRIMARINE II aber dicht an sich vorbei fetzen, kann mann ein leises Sirren bis Brummen der luvseitigen Wanten vernehmen. Dies aber bedingt gleichzeitig erhöhte Aufmerksamkeit, da hierbei ein Zustand erreicht ist, der den Segelauftrieb nicht weiter in zunehmende Geschwindigkeit umsetzen kann. Die Bugspitzen bohren sich in den See, was eine Kenterung unweigerlich zur Folge hat. So schnell kann man gar nicht gucken...! Das macht zwar dem wasserfesten Segelmaretial nichts aus. Es wird durch wiederholte Wasserungen aber nicht eben ansehnlicher! Dies alles geschieht in Sekunden.

Wenn jetzt wieder mal Halbwüchsige vorbeikommen sollten, wird sich die Frage nach mehr Speed erübrigen. Und für den Erwerb eines solchen Teiles muss nicht opas Bausparvertrag herhalten. Immerhin haben so die ewig gleichen Fragen der jungen Leute mein Denken und Handeln beeinflusst. In einer Weise, die in der Modell-Segelszene einenBootstyp hervorgebracht hat, welcher in punkto Geschwindigkeit seinesgleichen sucht.

Ab Februar 2006 hat der Deutsche Segler Verbadnd die M40-Segler als offizielle Klasse in den Verband integriert. Seit Gründung unserer "RC Multihull Sailing Asc." werden nun auch in Deutschland regelmäßig Wettberwerbe ausgetragen.

5. Ausbaustufen

Um alle Interessenten - vom erfahrenen Modellbauer bis zum Fertigmodell-Fan - zu erreichen, wird TRIMARINE II in verschiedenen Ausbaustufen angeboten:

Plan
TRIMARINE II:                                                     Best.-Nr.: 11.002.13
Abbildungen der Risse von Beams und Hulls, die Anordnung zueinander sowie die Abmessungen von Ruder, Schwert im Maßstab 1:1 ermöglichen den Nachbau von
TRIMARINE II. Die Abbildung der verschiedenen Segelgrößen ist maßstäblich. Mit dem Erwerb des Plans gilt das Copyright als erworben, jedoch ausschließlich für den privaten Gebrauch.

Kit Halbschalen:                                                              Best.-Nr.: 1X.002.14
für den wirklich versierten Profi. Beinhaltet die insgesamt 10 Laminatteile der Hulls und Beams, unverputzt, unlackiert. Da bleiben noch genug Gestaltungsmöglichkeiten für den, der eigene Ideen verwirklichen möchte.

Kit Rümpfe:                                                                     Best.-Nr.: 1X.002.15
für den Profi. Beinhaltet die Hulls und Beams aufeinander abgestimmt und verschraubbar. Mastfuß und Schwertkasten einlaminuiert. Befestigungspunkte für die Takelung. Mit Ruder und Scwert, unverptzt und unlackiert, ohne Beschlagteile und Fernsteuerung.

Kasko
TRIMARINE II:                                                  Best.-Nr.: 10.001.40
beinhaltet segelfertig montierte Hulls und Beams, Silicon-Bugspitzen, Befestigungspunkte für die Takelung, Mastfuß-, Ruderaufnahme und Schwertkasten einlaminiert, Druckausgleichsventile, Lukenrahmen und -deckel, sämtliche Schrauben aus Edelstahl mit Innsensechskant. 2K-Lackierung signalgelb RAL 1023. Ohne Rigg und Fernsteuerung.

TRIMARINE II complett:                                              Best.-Nr.: 10.002.00
mit einem Rigg nach Wahl. Segelfertig. Benötigt wird lediglich eine einfache 40 MHz-Fernsteuerung (z.B. Graupner MC12) und die dafür erforderlichen Akkus.


Transporthüllen
:**                                                              Best.-Nr.: 11.002.07
Für Hulls und Beams gibt es Futterale aus Antipilling, versehen mit Klettverschluss. Zum problemlosen Transport der demontierten Teile. Verhindert Schäden durch Verkratzen.

Rigg A:                                                                          Best.-Nr.: 10.001.60
Gesamtsegelfläche 0,90 m², bestehend aus:
Carbonmast, Mainsail, Jib, Masttrimmung und kompl. Tagelage. Für Windgeschwindigkeiten < 2,5 m/s = < 9 kmh.

Rigg B:                                                                          Best.-Nr.: 10.001.70
Gesamtsegelfläche 0,71 m², bestehend aus:
Carbonmast, Mainsail, Jib, Masttrimmung und kompl.Takelage. Für Windgeschwindigkeiten < 5,5 m/s = < 19,8 kmh.

Rigg C:                                                                           Best.-Nr.: 10.001.80
Gesamtsegelfläche 0,63 m², bestehend aus:
Carbonmast, Mainsail, Jib, Masttrimmung und kompl. Takelage. Für Windgeschwindigkeiten < 13,2 m/s = < 47,4 kmh.

Rigg D:                                                                          Best.-Nr.: 10.001.90
Gesamtsegelfläche 0,54 m², bestehend aus:
Carbonmast, Mailsail, Jib, Masttrimmung und kompl. Takelage. Für Windgeschwindigkeiten > 13,2 m/s = 47,4 kmh.

Segel A:*                                                                        Best.-Nr.: 11.001.35
beinhaltet Mainsail A + Jib A.
Gesamtsegelfläche 0,90 m².

Segel B:*                                                                        Best.-Nr.: 11.001.36
beinhaltet Maisail B + Jib B.
Gesamtsegelfläche 0,71 m².

Segel C:*                                                                         Best.-Nr.: 11.001.37
beinhaltet Mainsail C + Jib C.
Gesamtsegelfläche 0,63 m².

Segel D:*                                                                        Best.-Nr.: 11.001.38
beinhaltet Maisail D + Jib D.
Gesamtsegelfläche 0,54 m².

Es ist möglich, jede der vier Segelgrößen auf dem Rigg A aufzuzuehen. Praktisch ist dies jedoch nicht, weil bei jedem Segelwechsel die gesamte Justierung neu vorgenommen werden muss.

Schwert mit Schwertkasten:*                                            Best.-Nr.: 11.001.47

Ruder:*                                                                           Best.-Nr.: 11.001.48

Satz Silicon Bugspitzen:*                                                 Best.-Nr.: 13.001.98

Windvane:**                                                                    Best.-Nr.: 12.000.63

*  = Ersatzteil
** = Zubehör

Trimarine2 CadTrimarine2 Plan
Trimarine2 Segelplan

Rohmaterial Foto
Rohformen von CFK-Kiel und GFK-Rumpfmulde
RohbauTrimarine2
TRIMARINE II auf Helling, beim Selbstbau empfohlen.

 >>> next Page Fahrbericht
"
  

 



     


   © 080901 by RASCH Konstruction •    E-mail Me